Praxis für Zahnheilkunde Dr. Joachim Rauch

Ästhetik

Ästhetik in der Zahnheilkunde

Für viele Menschen wird es immer wichtiger, nicht nur gesunde, sondern auch "schöne" Zähne zu haben. Der Zahnarzt ist mehr und mehr gefordert, auch auf die ästhetischen Vorstellungen und Bedürfnisse des Patienten einzugehen. Bei allen vorwiegend der Ästhetik dienenden Maßnahmen muss immer berücksichtigt und mit dem Zahnarzt besprochen werden, inwiefern möglicherweise gesunde Zahnsubstanz dauerhaft geschädigt wird.

Bleaching (Bleichen von Zähnen)

Das Bleichen von Zähnen ist eine sehr effektive Behandlungsmethode, um die Farbe der Zähne im Sinne einer Aufhellung zu verändern, die jedoch unbedingt vom Zahnarzt überwacht werden sollte. Von "Selbstbehandlungen" mit im Handel erhältlichen Produkten wird dringend abgeraten! Es gibt zwei Verfahrensweisen:

beim Zahnarzt (in Office Bleaching): In einer Praxis- Sitzung wird zunächst ein Bleichmittel auf die Zähne aufgebracht. Durch Bestrahlung mit UV-Licht wird das Bleichgel "aktiviert": Der Wirkstoff Wasserstoffsuperoxyd zerfällt zu aktivem Sauerstoff, der die in der Zahnsubstanz enthaltenen Farbstoffe in einem Oxidationsprozess zerstört. Dadurch wird der Zahn heller.


Zu Hause (Home Bleaching): Beim Zahnarzt werden zunächst Abdrücke ihres Gebisses genommen und im Labor genau passende Plastikschienen für die Zähne hergestellt. Diese werden dünn mit dem Bleichgel beschickt und auf die Zähne gesetzt, wodurch das Mittel über Nacht einwirken kann. Nach ca. einer Woche ist diese Prozedur beendet und die Zahnfarbe deutlich aufgehellt.

Mögliche Risiken beim Bleaching sind Reizungen oder auch Entzündungen der Mundschleimhaut, die im Regelfall nach einigen Tagen wieder abgeklungen sind. Beschrieben wird auch eine vorübergehende Temperaturempfindlichkeit der Zähne. Vorsicht ist geboten bei unbehandelter Karies, hierbei kann das Bleichmittel evtl. den Zahnnerv schädigen. Ebenso sollte man beim Bleaching immer berücksichtigen, dass vorhandene Füllungen nicht mitgebleicht werden. Nach dem Bleichvorgang passen sie möglicherweise nicht mehr zur neuen, helleren Zahnfarbe.

Veneers


Präparation für ein Veneer

Einprobe des Veneers
Veneers sind hauchdünne, lichtdurchlässige Schalen aus Keramik oder Kunststoff. Sie werden, vergleichbar mit einem künstlichen Fingernagel, auf den Zahn aufgeklebt. Meist werden sie im Bereich der Schneidezähne angewandt und können hier sowohl Verfärbungen abdecken, die bisherige Zahnform verändern, als auch störende Lücken schließen.

Veneers sind eine Alternative zur Zahnkrone, allerdings durch den erhöhten Aufwand auch bedeutend teurer, sie sind ohne Kassenzuschuss eine reine Privatleistung. Ein Vorteil der Veneers besteht darin, dass nur sehr wenig gesunde Zahnsubstanz geschädigt, also abgeschliffen werden muss. Für eine Krone muss der gesunde Zahn regelrecht bis auf einen "Stumpf" zurechtgeschliffen werden; dieses "Präparieren" birgt immer eine Gefahr für den Zahnnerv in sich. Veneers sind eine moderne Therapieform, um Verfärbungen und abgebrochene Ecken im sichtbaren Schneidezahnbereich zu überdecken, ohne zuviel gesunde Zahnsubstanz opfern zu müssen. Veneers sind selbst für den Spezialisten kaum erkennbar, für den Laien erst recht nicht, wohingegen bei einer Krone immer die Gefahr besteht, dass durch das Zurückziehen des Zahnfleisches der dunkle Kronenrand zum Vorschein kommt, was im Schneidezahnbereich die Ästhetik beim Lächeln sehr negativ beeinflussen kann.

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