Praxis für Zahnheilkunde Dr. Joachim Rauch

Amalgam

Amalgam ist eine Legierung aus Quecksilber und anderen Metallen, z. B. Kupfer, Zinn und Silber. Legierung ist der chemische Begriff für ein Gemenge aus zwei oder mehr Metallen. Die Zahnfüllungen aus Amalgam enthalten ungefähr 50 Prozent Quecksilber. Dieses Quecksilber kann aus der Legierung freigesetzt werden. Meistens erfolgt die Freisetzung in Form von Quecksilbergas, das hauptsächlich über die Lunge in den Körper aufgenommen wird.

Meistens kommt es durch Amalgamfüllungen nicht direkt zu einer Vergiftung. Die Beschwerden sind häufig unspezifisch. Wissenschaftlich anerkannt sind bis heute lediglich die Amalgamallergie und örtliche Veränderungen der Mundschleimhaut.

Die Betroffenen klagen oft über unspezifische Beschwerden:
  • Nervöse Reizbarkeit
  • Vergesslichkeit
  • Depressive Verstimmungen
  • Nachlassende Leistungsfähigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsprobleme
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Erhöhte Allergieanfälligkeit (allgemein)
Trotz dieser häufig beschriebenen Symptome sind bisher lediglich folgende Erscheinungen wissenschaftlich anerkannt:
  • Zungenbrennen
  • Metallgeschmack
  • Geschmacksverlust
  • Amalgamallergie

Bei der Untersuchung durch den Arzt können folgende Veränderungen feststellbar sein:

  • Eine Entzündung der Mundschleimhaut, in der Fachsprache Stomatitis.
  • Eine Entzündung des Zahnfleisches, in der Fachsprache Gingivitis.
  • Eine Erosion der Mundschleimhaut mit weißlichem Fibrinbelag und entzündlichem Randsaum, in der Fachsprache Aphthen genannt.
  • Eine entzündliche Erkrankung der Haut und Schleimhaut, die zur Gruppe der Exantheme gehört ist der Lichen planus oder Lichen ruber planus.
  • Besonders bei großen und stark korrodierten Amalgamfüllungen kann es zu einer perioralen Dermatitis kommen. Das ist entzündliche Veränderung der Haut im zentralen Gesichtsbereich. Die Haut ist stark gerötet und es treten Papeln und Pusteln auf.
  • Möglicherweise kann sogar die männliche und weibliche Fruchtbarkeit (Fertilität) durch die Metallbelastung mit Quecksilber beeinträchtigt werden.

Aus all den genannten Gründen, verarbeiten wir in unserer Praxis kein Amalgam mehr!
Mögliche Alternativen zum Amalgam werden unter Füllungen näher beschrieben.

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