Praxis für Zahnheilkunde Dr. Joachim Rauch

Karies

Allgemeines

Die Zahnkaries ist eine der häufigsten Zivilisationskrankheiten, heutzutage sind über 95% der Bevölkerung betroffen.

Karies ist der Verlust von Zahnhartsubstanzen durch bakteriell-chemische Entkalkungs- und Auflösungsprozesse. Die Oberfläche des Zahnes, ist stetig äußeren Einflüssen ausgesetzt. Säuren im Mundraum bewirken eine Entmineralisierung, sich einlagernde Mineralien (z.B. Calcium) eine Remineralisierung. Geraten diese sich abwechselnden dynamischen Vorgänge aus dem Gleichgewicht, verursacht der Säureangriff einen Defekt und bei einem weiteren Fortschreiten - ohne Behandlung - die Zerstörung der gesamten Zahnhartsubstanz und des Zahnmarks (Pulpa).

Ursache

Die Speichelmenge und dessen Zusammensetzung sind Faktoren, die das Mundmilieu und somit die Kariesausbreitung beeinflussen. Eine erhöhte Speichelmenge bewirkt eine verbesserten Abtransport der Speisen. Die Speichelzusammensetzung hingegen ist von entscheidender Bedeutung für die Neutralisation der Säuren im Mundraum, die antibakterielle Wirkung und die Remineralisation der Zahnhartsubstanz.

Auch bezüglich des Geschlechts, des Alters, der Zahnart und Zahnstellung zeigt die Kariesaktivität Unterschiede. So neigen jeweils im entsprechenden Vergleich Hellhäutige, Frauen, sowie Menschen zwischen 4-8, 11-19 bzw. 55-65 Jahren vermehrt zur Kariesbildung. Im Mundraum selbst sind die oberen hinteren Backenzähne häufiger erkrankt, ebenso die Zahnzwischenräume. Die Kaufläche (Fissuren) sowie der Übergang von Zahnkrone zur Zahnwurzel sind besonders kariesanfällig.

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