Praxis für Zahnheilkunde Dr. Joachim Rauch

Prophylaxe

Rauchen erschwert Parodontitis-Diagnose

Raucher haben erhöhtes Parodontitis-Risiko. Experten empfehlen Zahnärzten Dokumentation des Tabakkonsums.

Raucher erkranken 2,5- bis 6-mal so oft an einer Parodontitis wie Nichtraucher. Bei an Parodontitis erkrankten Rauchern zeigen sich höhere parodontale Sondierungswerte, mehr klinischer Attachment- und Alveolarknochenverlust und eine verstärkte Neigung zur Ausprägung gingivaler Rezessionen. Raucher verlieren zudem während der unterstützenden Nachsorgetherapie mehr Zähne als Nichtraucher. Dies beweisen zahlreiche Studien.

Nichtraucher Besonders tückisch aber ist, dass dringend notwendige Parodontitis- Therapien oft verspätet eingeleitet werden, weil Raucher weniger ausgeprägte Befunde zeigen als Nichtraucher. So ist deren klinische Entzündungsreaktion schwächer und die Blutungstendenz entzündlich veränderter Gingiva und parodontaler Taschen geringer als bei Nichtrauchern. Darüber hinaus zeigen Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern eine verminderte Sulkusfluidfließrate.

Um bei einem Raucher eine Parodontitis früh zu erkennen, muss der Tabakkonsum bei der Anamnese genau dokumentiert werden, rät Dipl.-Biochem. Bärbel Kiene, GABA GmbH. Erst dann lässt sich einschätzen, wie hoch das Risiko für eine weitere Progression der Erkrankung ist und welchen Erfolg eine Parodontitis-Therapie haben kann.

 

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